Der Schauspieler Rolf Hoppe

Henschel Verlag Berlin, 1996
ISBN: 3-89487-253-5

Von Dresden in die Welt

Die imposante Verkörperung des diabolischen Generals in István Szabós oscargekröntem »Mephisto« brachte Rolf Hoppe internationalen Ruhm. Die schillernde Lust am Bösen weist in seiner langen, erfolgreichen Filmlaufbahn viele Facetten auf.

Der Neute Tag

Dass Hoppe aber weit mehr sein konnte als feister Schurke vom Dienst, hat er oft beeindruckend unter Beweis gestellt. Mit seiner ebenso bulligen wie beheden Körperlichkeit und der sonderbar brüchigen Stimme machte er selbst aus dem kleinsten Part etwas Einmaliges, Unverwechselbares.

Am Anfang seiner Karriere stand vor allem das Klischee. Da gallopierte er als heimtückischer Weißer durch DEFA-Indianerstreifen oder schlug sich als sinnesfreudiger Teufelskerl durch frivole Kostümschinken.Grandios seine zahlreichen »Königsrollen« — als spanischer Herrscher Karl IV. in Konrad Wolfs »Goya«, als sächsischer KurfürstAugust III. im Fernseh-Mehrteiler »Sachsens Glanz und Preußens Gloria« oder als Herzog Ernst II. in »Johann Strauss«.

Rolf Hoppe Portrait

»Kunst und Natur sei auf der Bühne eines nur,
wenn Kunst sich in Natur verwandelt, dann
hat Natur mit Kunst gehandelt.«

Gotthold Ephraim Lessing: In eines Schauspielers
Stammbuch geschrieben

Dieses Buch ist eine Hommage an einen großen Mimen auf der Bühne und vor der Kamera. 15 Beiträge, die wie ein Mosaik das Leben und die Kunst des Rolf Hoppe zu einem Ganzen fügen. Erinnerungen an Kindheit und Jugend im Harz und an die frühe Leidenschaft für das Theater. Heitere Episoden von seinen Engagements und Erfurt, Halle, Gera und ein Rückblick auf die Paraderollen am Dresdener Staatsschauspiel. Reflexionen über erfüllte Träume und verpasste Chancen, über die Begeisterung für Pferde, Clowns und den Zirkus, über sein Land und sein Publikum. Der Leser erfährt von Rolf Hoppes langer, tiefer Verehrung für Lessing und von seiner jüngste Berufung als lesender »Schlossherr« auf Weesenstein. Darüber hinaus sehr persönliche Reminiszenen langjähriger Freunde und Kollege wie István Szabó, Peter Schamoni, Frank Beyer, Günther Rücker, Dieter Wien ...

Zahlreiche noch nie veröffentlichte Bilder aus dem Privatarchiv des Schauspielers illustrieren Leben und Werk des Schsen aus Passion.